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Berufliche Weiterbildung
Vom „Warum“ bis zum „Wie“ – diese Fragen sollten Sie sich vorher stellen
von Enzo 21.10.15

Die einen treibt der Montagsfrust zur Stellensuche - andere verfolgen seit dem Lehrabschluss eine klare Karriere-Strategie. So unterschiedlich die Ziele auch sein mögen, sie führen früher oder später zurück ins Schulzimmer.

Wie aber finden Sie die zielführende Weiterbildung? Eine, die in Ihre aktuelle Lebenssituation passt, Sie weiter führt und nicht nur an den Anschlag bringt? Unser Tipp: Denken Sie vor der Anmeldung zu einem Lehrgang eingehend über diese vier „W-Fragen“ nach.

„W“ Nr. 1: Warum will ich mich beruflich weiterbilden?

Die Standortbestimmung hilft weiter - Tief durchatmen und in den Spiegel schauen: Wo stehen Sie heute? Welches sind Ihre Interessen, welche Berufserfahrung bringen Sie bereits mit, was zeichnet Sie persönlich aus und wo sehen Sie Entwicklungspotenzial oder Wissenslücken? Mit einer Standortbestimmung bauen Sie ein tragfähiges Fundament für die weiteren Entscheidungen.

Eine wertvolle Checkliste zur Standortbestimmung finden Sie auf dem Portal für Berufswahl, Studium und Laufbahnfragen www.berufsberatung.ch. Sie umfasst folgende Themenschwerpunkte in detaillierter Form:

  • Ausgangssituation klären
  • Absolvierte Ausbildungen festhalten
  • Individuelle Fähigkeiten eruieren
  • Kenntnisse auflisten
  • Interessen benennen
  • Persönlichkeitseigenschaften gewichten
  • Berufliche Erfahrungen beleuchten
  • Ausserberufliche Erfahrungen bestimmen

(Quelle: www.berufsberatung.ch)

Übrigens: Vergessen Sie nicht, Ihre Motivation zu hinterfragen. Suchen Sie Abwechslung, weil Ihnen der Berufsalltag zu eintönig erscheint? Vielleicht hadern Sie gar nicht mit der aktuellen Stelle, sondern wünschen sich einfach frischen Wind für Ihre Seele: Dann könnte ein kreativer Kurs oder etwas Sportliches im Moment zielführender sein als eine berufliche Weiterbildung. Denn eine Weiterbildung kostet zusätzlich Kraft und das über längere Zeit. Seien Sie gut zu sich und pflegen Sie zuerst Ihre Ressourcen.

Sie sind sich ganz sicher, dass Ihre Motivation dem Beruf gilt? Dann nichts wie los zum zweiten „W“!

„W“ Nr. 2: Wozu die berufliche Weiterbildung?

Stellen Sie sich die Frage nach dem Ziel - Sie haben die Hausaufgaben sauber gelöst und Ihren Standort bestimmt? Dann nämlich dürften sich Ihre Ziele aus der Standortbestimmung herauslesen lassen. Dort, wo Lücken klaffen, gilt es zu schliessen. Welchen Bereich möchten Sie gezielt stärken?

Idealerweise entscheiden Sie sich für eine Weiterbildung, die eine Spezialisierung auf Ihrem Beruf bedeutet. Sie sichern sich damit längerfristig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Eine völlig neue Richtung einzuschlagen mag zwar abenteuerlich scheinen, ist jedoch weniger erfolgversprechend.

„W“ Nr. 3: Wo soll ich mich weiterbilden?

Gratulation! Sie wissen bereits „warum“ und „wozu“. Das „Wo“-Puzzleteil finden wir auch noch, versprochen. Auch wenn die Suche anspruchsvoll werden könnte, denn das Angebot an Lehrgängen und Instituten ist recht unübersichtlich geworden. Halten Sie sich darum am besten an folgende Orientierungspunkte:

  • Lehrgangsbroschüren:
    • Sind die Informationen vollständig und verständlich?
    • Werden die Vertragsbestimmungen von Anfang an klar deklariert? Sprich: Was passiert, wenn der Teilnehmer vorzeitig aus dem Lehrgang aussteigen will oder krank wird? Kann der Lehrgang temporär unterbrochen werden?
  • Ansprechpersonen: Reagieren sie rasch auf Ihre Rückfragen?
  • Sind Ihnen die Menschen am Institut sympathisch? Fühlen Sie sich gut aufgehoben?
  • Ist das Institut eduQua-zertifiziert?
  • Abschluss: Schliesst der Lehrgang mit einem eidgenössischen oder anerkannten Zertifikat/Diplom?
  • Sind die Lehrmittel auf dem aktuellsten Stand?
  • Dozenten: Wie qualifiziert sind die Lehrpersonen für den Lehrgang?
  • Lage: Wo befindet sich das Institut? Gibt es Parkplätze oder ist es einfach mit dem öV erreichbar?
  • Aufnahmebedingungen: Gibt es eine Altersgrenze, eine Aufnahmeprüfung oder eine zwingende Vorbildung?
  • Erfolgsquote: Wie viele Teilnehmer bestanden die Schlussprüfung in den letzten Jahren?
  • Abbruchquote: Wie viele Teilnehmer schieden vorzeitig aus dem Lehrgang aus?
  • Welchen Ruf geniesst das Institut?
  • Kosten: Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis? Vergleichen Sie mehrere Institute – aber Vorsicht: Die Lehrgangsinhalte unterscheiden sich teilweise massiv, obschon sie auf den ersten Blick identisch aussehen.

„W“ Nr. 4: Wie finanziere und organisiere ich die berufliche Weiterbildung?

Bevor sich die Weiterbildung auszahlt, heisst es investieren. Zeit, Geld, Kraft und Herzblut. Vielleicht auch die eine oder andere Träne – aber lassen wir das. Auf lange Sicht gesehen wird alles gut.

Planungssicherheit ist bei einer längerfristigen Weiterbildung enorm wichtig. Bestimmen Sie darum die Gesamtkosten der Ausbildung genau. Zu den Kursgebühren gesellen sich nämlich weitere Aufwände:

  • Lehrmittel
  • Prüfungsgebühren
  • Eventuell Kosten für Intensiv-Lernwochen extern
  • Parkgebühren/Kosten für öV
  • Verpflegungskosten
  • Investitionen in Soft- und Hardware
  • Lohnausfall infolge Pensums-Reduktion zugunsten der Weiterbildung

Im Idealfall haben Sie das Geld bereits gespart und zahlen die Weiterbildung aus der eigenen Tasche. Leider nein? Dann kommen diese Finanzierungs-Varianten ins Spiel:

Das Weiterbildungsinstitut akzeptiert Ratenzahlungen

Sie zahlen die Kurskosten in Raten. Die meisten Weiterbildungsinstitute kommen Ihnen in einem gewissen Mass entgegen.

+ Sie regeln die Anmeldung, alle administrativen Belange und auch das Finanzielle direkt mit dem Weiterbildungsinstitut.

- Eine Stückelung in tiefe Monats-Raten ist in der Regel nicht möglich.

- Die gesamten Kosten müssen innerhalb der Lehrgangszeit abbezahlt sein.

- Prüfungsgebühren oder Exkursionen können meist nicht in die Ratenzahlung integriert werden.

Der Arbeitgeber zahlt mit

Sie bilden sich weiter – der Arbeitgeber profitiert von Ihrem wachsenden Knowhow. Ausser natürlich, Sie besuchen einen Kochkurs; aber das ist hier ja nicht das Thema. Sie können sich bei Ihrem Chef erkundigen, ob er die Kurskosten zu einem Teil oder gar vollständig übernimmt.

+ Ihr Chef ist von Anfang an mit an Bord und unterstützt Ihr Vorhaben. Das hilft natürlich auch, wenn Sie früher Feierabend machen und zur Schule fahren oder Lernferien brauchen.

- Normalerweise verpflichten Sie sich für eine gewisse Zeit beim aktuellen Arbeitgeber. Meist für mindestens ein Jahr. Jobangebote müssen Sie also bis auf weiteres ausschlagen.

Bund und Kanton schütten Stipendien aus

Unter gewissen Voraussetzungen sind sogar Bund und Kanton bereit, Ihre Weiterbildung mitzufinanzieren. Informationen über Stipendien finden Sie auf der Website Ihres Wohnkantons oder Sie erkundigen sich auf Ihrer Gemeinde.

+ Ein Stipendium wird einfach so gewährt, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen. Keine Rückzahlung, keine Verpflichtung, keine Zinsen.

- Die Voraussetzungen für die Stipendienberechtigung sind sehr klar geregelt und relativ eng.

Sie finanzieren die Weiterbildung mit einem Bildungskredit

Wenn Sie unabhängig entscheiden möchten und die diskrete Finanzierungs-Variante bevorzugen, bietet sich der Privatkredit für die berufliche Weiterbildung an.

+ Sie wählen die Laufzeit und damit die Anzahl und Höhe der monatlichen Rate.

+ Sie allein wissen über den Ursprung des Geldes Bescheid, weil Sie den Kredit direkt bei der Bank beantragen.

+ Sie bleiben flexibel und entscheiden frei, wann und ob Sie eine neue Stelle antreten.

- Die hohe Flexibilität und Selbstbestimmung zieht in der Regel eine etwas höhere Verzinsung nach sich.

Und zu guter letzt: Holen Sie auch die Familie und Ihre Freunde mit ins Boot. Informieren Sie frühzeitig über Ihr Vorhaben und erklären Sie die Hintergründe. So ernten Sie Verständnis und die nötige Unterstützung für die herausfordernde Zeit des Lernens. Wir wünschen: Guten Mut und viel Erfolg!

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